# Frequenzzuweisung und Netzwerkaufbau für 5G-Kommunikationsunternehmen ## Einleitung: Der unsichtbare Kampf um den Äther Liebe Leserinnen und Leser, wenn ich Ihnen sage, dass ich seit über 26 Jahren in der Beratungsbranche tätig bin – davon 12 Jahre bei der Jiaxi Steuerberatung für ausländische Unternehmen und 14 Jahre in der Registrierungsabwicklung – dann wissen Sie, dass ich einiges an bürokratischen Hürden und regulatorischen Twist-and-Turns erlebt habe. Doch keines der Themen hat mich in den letzten Jahren so fasziniert wie der Kampf um Frequenzen für das 5G-Netz. Es geht hierbei nicht nur um Technik oder Wirtschaft, sondern um eine strategische Ressource, die über Wettbewerbsfähigkeit ganzer Volkswirtschaften entscheidet. Ohne Frequenzen kein 5G, ohne 5G keine digitale Zukunft. Diesen Satz höre ich immer wieder in Investorengesprächen, und er stimmt. Dennoch unterschätzen viele, wie komplex die Frequenzzuweisung und der Netzwerkaufbau tatsächlich sind. Die Frequenzen sind nämlich begrenzt, staatlich reguliert und äußerst umkämpft. Sie werden versteigert, zugewiesen, gehandelt – und jeder Schritt erfordert eine sorgfältige Planung. Für Investoren, die in 5G-Kommunikationsunternehmen einsteigen möchten, ist es daher unerlässlich, die Mechanismen hinter Frequenzvergabe und Infrastrukturaufbau zu verstehen. In diesem Artikel werde ich diese Aspekte ausführlich beleuchten – nicht aus der Perspektive eines Technikers, sondern aus der eines erfahrenen Beraters, der seit fast drei Jahrzehnten mit Unternehmen, Behörden und Juristen zusammenarbeitet. ## Aspekt 1: Versteigerungen und ihre Tücken

Fangen wir mit der offensichtlichsten Hürde an: den Frequenzversteigerungen. Wenn die Bundesnetzagentur in Deutschland oder die FCC in den USA Frequenzen versteigert, klingt das in der Theorie simpel – der Höchstbietende bekommt den Zuschlag. In der Praxis ist es jedoch ein hochkomplexes Spiel, bei dem nicht nur Geld, sondern auch strategische Positionierung zählt. Die Auktionen sind so gestaltet, dass sie die sogenannte „Effizienz" erhöhen sollen, also sicherstellen, dass die Frequenzen von denjenigen genutzt werden, die sie am besten wirtschaftlich einsetzen können. Doch genau diese Effizienz führt häufig zu unerwarteten Ergebnissen – etwa wenn kleinere Anbieter gegen die finanzstarken Platzhirsche verlieren und dadurch der Wettbewerb leidet.

Ein Beispiel aus meiner Beratungspraxis: Vor einigen Jahren begleitete ich ein mittelständisches Telekommunikationsunternehmen bei einer regionalen Frequenzauktion in Südostasien. Das Unternehmen hatte sich viel vorgenommen, doch die Auktionsregeln waren derart kompliziert, dass mein Kunde am Ende mehr Geld für Rechtsberatung ausgab als für die eigentliche Frequenz. Die Auktionsformate – etwa die Simultaneous Multi-Round Auction (SMRA) oder die Combinatorial Clock Auction (CCA) – unterscheiden sich erheblich in ihrer Komplexität. Während die SMRA es den Bietern erlaubt, auf einzelne Lizenzen gleichzeitig zu bieten, ermöglicht die CCA, Pakete von Frequenzen zu kaufen. Für den Laien klingt das banal, für den Investor ist es der Unterschied zwischen Erfolg und Desaster.

Was hat das mit Frequenzzuweisung und Netzwerkaufbau zu tun? Sehr viel, denn die Auktionsergebnisse bestimmen direkt, wo und wie ein Unternehmen Netze aufbauen kann. Wenn Sie als Investor feststellen, dass Ihr Portfoliounternehmen in einer Auktion unterlegen ist, müssen Sie umdenken. Vielleicht bietet sich eine Kooperation mit einem anderen Lizenznehmer an, oder man setzt auf Frequenzen in höheren Bändern wie den Millimeterwellen, die oft noch günstiger zu haben sind. Wichtig ist, dass Sie die Auktionsmechanismen nicht als statische Hürde betrachten, sondern als Teil einer dynamischen Landschaft. Ich rate meinen Kunden immer, mindestens zwei Szenarien durchzurechnen – eines mit erfolgreichem Zuschlag, eines ohne. So vermeiden Sie böse Überraschungen in der Bilanz.

## Aspekt 2: Die Qual der Frequenzwahl

Nicht alle Frequenzen sind gleich. Sie wissen das vielleicht: Frequenzen im Bereich von 700 MHz bis 2,6 GHz sind wie die Goldgruben des Mobilfunks, weil sie weit reichen und Gebäude gut durchdringen. Dagegen bringen Frequenzen bei 3,6 GHz zwar höhere Kapazitäten, aber nur kurze Reichweiten. Die Entscheidung, welche Frequenzbänder ein Unternehmen erwirbt, ist also viel mehr als eine technische Wahl – sie ist eine strategische Geschäftsentscheidung. Nehmen wir ein Beispiel: In Deutschland hat die Bundesnetzagentur im Jahr 2019 Frequenzen in mehreren Bändern versteigert, und die Mobilfunkbetreiber haben Milliardenbeträge geboten. Doch was nützt die beste Frequenz, wenn die daraus aufzubauenden Netze nicht die gewünschte Abdeckung bieten?

Frequenzzuweisung und Netzwerkaufbau für 5G-Kommunikationsunternehmen

In der Praxis beobachte ich immer wieder, dass Investoren und Unternehmer die Tragweite dieser Entscheidung unterschätzen. Sie konzentrieren sich auf den reinen Kaufpreis der Lizenz, vergessen aber die Folgekosten: Jede Basisstation muss gebaut, gepflegt und modernisiert werden. Eine Frequenz im 700-MHz-Band kann zwar weiter senden, benötigt aber – paradoxerweise – auch Investitionen in die Backhaul-Anbindung sowie in die Koordination mit bestehenden Netzen. Ich erinnere mich an einen schwedischen Kunden, der ein Frequenzpaket im 1,5-GHz-Bereich erworben hatte, um endlich ländliche Gebiete zu erschließen. Nach zwei Jahren stellte er fest, dass die Kosten für den Mastbau so hoch waren, dass sich das Projekt nicht rechnete. Er hätte besser eine Kooperation mit einem anderen Anbieter gesucht, statt alles auf eine Frequenz zu setzen.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Ein befreundeter Geschäftsführer eines Start-ups, das sich auf industrielle 5G-Lösungen spezialisiert hat, hat klugerweise auf Frequenzen bei 3,7 bis 3,8 GHz gesetzt – also auf den Bereich, der für lokale, private Netze vorgesehen ist. Diese „Lizenzfreien" oder „lokal lizenzierten" Frequenzen sind in vielen Ländern günstiger zu erhalten und erlauben es Unternehmen, eigene, isolierte Netze aufzubauen, die nicht mit den Öffentlichkeitssorgen um Interferenzen behaftet sind. Das zeigt: Die Frequenzwahl ist kein Schicksal, sondern ein Ergebnis permanenter Anpassung. Ich rate Investoren, die Frequenzstrategie regelmäßig zu überprüfen – mindestens einmal im Jahr. Die regulatorischen Rahmenbedingungen ändern sich, neue Bänder werden geöffnet, und so kann ein ursprünglich unattraktives Band plötzlich interessant werden.

## Aspekt 3: Der schwierige Weg der Maststandorte

Sie halten wahrscheinlich die Genehmigung von Funkmasten für eine einfache behördliche Angelegenheit. Weit gefehlt! In meiner langen Karriere habe ich noch keinen Fall erlebt, in dem ein Mast schneller genehmigt wurde als geplant – und ich habe viele Fälle begleitet. Die Herausforderungen liegen dabei nicht nur in den formalen Genehmigungsverfahren, sondern auch in den politischen und sozialen Widerständen. Bürgerinitiativen, Denkmalschutzauflagen, Umweltprüfungen – all das kann den Netzwerkaufbau um Jahre verzögern. Für ein Unternehmen, das schnelle Markteinführungen plant, ist das ein Albtraum.

Nehmen wir den Fall eines meiner Kunden aus dem asiatisch-pazifischen Raum, der versuchte, in einer europäischen Stadt ein 5G-Netz aufzubauen. Die Stadtverwaltung verlangte eine detaillierte Umweltverträglichkeits-Studie für jeden der geplanten 120 Standorte. Die Gutachter brauchten dafür zwei Jahre – doppelt so lange wie die gesamte Frequenzplanung. Mein Kunde war frustriert, und wir saßen viele Stunden zusammen, um alternative Lösungen zu finden. Schließlich schlugen wir vor, Dachinstallationen an städtischen Gebäuden zu nutzen, die bereits eine Baugenehmigung für Anlagen hatten. Das reduzierte den bürokratischen Aufwand auf ein Drittel. Die Lektion daraus: Für jeden Mast sollte es einen Plan B geben.

Außerdem sollten Investoren die „Small Cells" im Blick behalten. Das sind kompakte Sender, die sich leicht an Straßenlaternen oder Hauswänden anbringen lassen. In vielen Städten werden diese kleinen Einheiten weniger streng reguliert als herkömmliche Makro-Basisstationen. Wir sehen einen klaren Trend dahin, dass 5G-Netze zunehmend auf solche kleinen Lösungen setzen, um die Lücken in der Abdeckung zu schließen. Das ist nicht nur effizienter, sondern auch politisch einfacher zu kommunizieren. In meinen Beratungen empfehle ich deshalb, die Mastenstrategie mit der Small-Cell-Strategie zu verzahnen. Nur so lässt sich das „letzte Stück" des Netzes sinnvoll erschließen.

## Aspekt 4: Finanzierungsmodelle und Subventionen

Nun kommen wir zu einem Thema, das mir besonders am Herzen liegt: der Finanzierung. Viele Investoren übersehen, dass der Netzwerkaufbau nicht nur Kapitalintensiv ist, sondern auch stark von staatlichen Fördermitteln abhängt. Viele Länder haben erkannt, dass der Aufbau von 5G-Infrastruktur ein öffentliches Interesse darstellt und gewähren deshalb Zuschüsse, vergünstigte Darlehen oder Steuervorteile. Aber diese Vergünstigungen sind nicht einfach zu erhalten – man muss wissen, wo und wie man sie beantragt. Die Fehler, die ich bei vielen ausländischen Unternehmen beobachte, sind vielfältig: unvollständige Unterlagen, falsche Fristen, oder schlicht das Unwissen über die Existenz solcher Programme.

Ich erinnere mich noch gut an einen britischen Investor, der in den deutschen Markt einsteigen wollte und für ein Förderprogramm der KfW in Betracht kam. Er hatte sich jedoch so stark auf die technischen Aspekte konzentriert, dass er die Antragsfrist verpasste – und damit fast 40 Prozent der Investitionssumme verlor. Der Ärger war groß, aber die Lehre noch größer: Ohne professionelle Hilfe in der Verwaltung ist das Risiko hoch. Seitdem arbeite ich mit mehreren spezialisierten Kanzleien zusammen, die sich genau auf solche Förderanträge konzentrieren. Es ist ein Thema, das man nicht improvisieren darf.

Ein weiterer Punkt in der Finanzierung ist die sogenannte „Revenue-Sharing"-Struktur. Bei 5G gibt es neue Geschäftsmodelle, bei denen Netzbetreiber mit Unternehmen aus der Industrie oder der Logistik zusammenarbeiten. Dabei gibt es häufig keine festen Preise, sondern umsatzabhängige Vergütungen. Das mag für Tech-Investoren attraktiv klingen, ist aber in der Praxis extrem schwer zu bewerten. Ich empfehle stets, mit gemischten Modellen zu arbeiten – einem festen Basisbetrag plus einem flexiblen Anteil. So bleibt das Risiko begrenzt, während die Upside-Chance erhalten bleibt. Und noch etwas: Denken Sie an die Abschreibungsmodelle. Die steuerliche Behandlung von 5G-Infrastruktur ist ein Minenfeld. Ohne fachkundige Steuerberatung – wie sie etwa meine Kanzlei bietet – lässt sich hier viel falsch machen.

## Aspekt 5: Kooperationen und Neutral Hosts

Ein weiterer Aspekt, der in der Öffentlichkeit wenig Beachtung findet, aber für Investoren enorm wichtig ist: die wachsende Rolle von Neutral Hosts und Netzwerkkooperationen. Ein Neutral Host ist ein Unternehmen, das keine eigenen Endkunden betreut, aber Mobilfunknetze errichtet und betreibt, die von mehreren Betreibern genutzt werden. Das klingt theoretisch, ist aber in der Praxis bereits Realität – etwa in Stadien, Flughäfen oder großen Werksgeländen. Für Kommunikationsunternehmen eröffnen sich dadurch neue Chancen: Sie müssen nicht mehr allein in den Aufbau investieren, sondern können sich an Kooperationen beteiligen und so das Risiko teilen.

Aus meiner Erfahrung raten Sie sich wundern, wie viele Investoren zuerst an „Ausschließlichkeit" denken – nach dem Motto „Mein Netz, meine Infrastruktur". Das ist ein Fehler, denn die Zeiten, in denen ein einzelnes Unternehmen jedes Gebiet alleine versorgen konnte, sind vorbei. Die Kosten für modernes 5G-Netz sind so hoch, dass selbst die größten Telekomkonzerne Synergien suchen. In Indien haben wir zum Beispiel zwei große Betreiber gesehen, die ihre Netzwerke teilten, um die Kosten zu halbieren. Ähnliche Initiativen gibt es in Schweden und Großbritannien. Als Berater rate ich dringend dazu, solche Kooperationen in die Geschästrategie zu integrieren – nicht als Notlösung, sondern als planvolle Option.

Doch Vorsicht ist geboten: Kooperationen sind juristisch anspruchsvoll. Plötzlich gelten neue Regeln für den Informationsaustausch, die Regulierungsbehörden achten auf Kartellbildung, und jedes Ungleichgewicht in der Partnerschaft kann zu Konflikten führen. Ich erinnere mich an einen Fall in den Niederlanden, bei dem zwei Unternehmen nach drei Jahren an der Frage scheiterten, wer für die Rechnung der Wartungskosten aufkommt. So etwas kann man in Verträgen vorab klären – wenn man die Erfahrung hat. Deshalb ist es wichtig, gerade bei Kooperationsmodellen Fachleute hinzuzuziehen, die die üblichen Hürden kennen. Sie können davon ausgehen, dass ich in solchen Verhandlungen meine „dickere Haut" benötige – und manchmal schlichtweg ein wenig Bauchschmerz.

## Aspekt 6: Regulatorische Überraschungen und deren Folgen

Sprechen wir über die Regulierung – ein Feld, das auf den ersten Blick trocken wirkt, aber für den Erfolg von 5G-Projekten entscheidend sein kann. Die Regeln der Telekommunikationsbehörden sind nicht in Stein gemeißelt; sie verändern sich häufig, und diese Veränderungen können erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle von Kommunikationsunternehmen haben. So haben etwa in der Europäischen Union im Jahr 2023 neue Richtlinien zum Roaming und zur Netzneutralität für Aufsehen gesorgt. Die Betreiber müssen nun noch sorgfältiger nachweisen, dass ihre Netzwerktechnik nicht bestimmte Inhalte bevorzugt – das erfordert hohe Compliance-Anstrengungen.

Ein Beispiel, das vielen noch im Gedächtnis ist: die Diskussion um „Huawei-Verbote". Viele Länder haben den Einsatz chinesischer Technologie eingeschränkt, was dazu führte, dass Netzbetreiber ihre Pläne innerhalb weniger Monate ändern mussten. Ich erinnere mich, wie ein südkoreanisches Unternehmen, das auf kostengünstige Chinesentechnik gesetzt hatte, buchstäblich über Nacht einen kompletten Netzwerkneubau einplanen musste. Die zusätzlichen Kosten liefen in die Hunderte Millionen Yen – und wir, die Berater, mussten die Finanzierungsstruktur komplett neu gestalten. Solche politischen Risiken lassen sich nie komplett ausschalten, aber man kann sie strukturell einkalkulieren. Wenn Sie als Investor in 5G einsteigen, schauen Sie unbedingt auf die geopolitische Landschaft – nicht nur auf technische Faktoren.

Ein weiteres regulatorisches Thema sind die Verpflichtungen zur Netzabdeckung, die oft mit Frequenzlizenzen verbunden sind. In vielen Ländern, insbesondere in Deutschland, sind Betreiber verpflichtet, eine bestimmte Prozentzahl der Bevölkerung mit einer Mindestbandbreite zu versorgen. Diese sogenannten Versorgungspflichten können zwar unternehmerisch einschränkend wirken, bieten aber auch Planungssicherheit. Ich rate dazu, die Einhaltung dieser Pflichten von Anfang an zu dokumentieren – nicht nur aus rechtlichen Gründen, sondern auch als Marketing-Instrument gegenüber Kunden und Investoren. Ein Unternehmen, das nachweisen kann, dass es bestehende Versorgungslücken schließt, hat es leichter, Subventionen zu erhalten und öffentliche unterstützung zu gewinnen. Vertrauen ist in dieser Branche das wichtigste Kapital.

## Aspekt 7: Technologische Ausblicke und deren Implikationen

Bevor ich zum Schluss komme, möchte ich noch einen Blick in die Zukunft werfen – mit Fokus auf Technologien wie Network Slicing und Edge Computing. Network Slicing ermöglicht es, ein physisches Netzwerk in mehrere virtuelle Netzwerke zu unterteilen, die verschiedene Dienste mit unterschiedlichen Anforderungen bedienen. Für Unternehmen ist das interessant, weil es ihnen erlaubt, spezifische Qualitätsniveaus für verschiedene Kundengruppen zu garantieren. Die Frequenzzuweisung spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn je nach Bandbreite und Latenz können unterschiedliche Slice-Konfigurationen umgesetzt werden. Das erfordert aber ein hohes Maß an technischem Know-how und Investitionen in die Software-Ebene.

Ich sehe allerdings auch Risiken: Viele Kommunikationsunternehmen waren jahrzehntelang Hardware-orientiert, doch nun müssen sie sich zu Software- und Plattform-Unternehmen wandeln. Das ist ein Kulturwandel, der nicht jedem gelingt. In meiner Beratungstätigkeit habe ich Unternehmen gesehen, die Millionen in Netzwerk-Software investiert haben, aber an der internen Struktur gescheitert sind – etwa weil die Abteilungen nicht zusammenarbeiten oder die Entwickler nicht genug Freiheit haben. Hier ist agile Führung gefragt, nicht alte Hierarchie. Wenn Sie als Investor prüfen, in ein Unternehmen zu investieren, achten Sie auf die Kultur – sie ist genauso wichtig wie die Bilanz.

Doch es gibt auch Chancen: Der Trend zum Edge Computing – also der Datenverarbeitung in der Nähe des Nutzers – öffnet neue Einnahmequellen. Ein 5G-Netz plus lokale Rechenzentren wird zur attraktiven Plattform für industrielle Anwendungen, von autonomen Fahrzeugen bis zur Telemedizin. Diese Anwendungen sind nicht mehr bloße Zukunftsmusik, sondern bereits heute im Pilotstadium. Investoren, die frühzeitig in Unternehmen investieren, die diese Kombination beherrschen, haben gute Aussichten. Deshalb sollten Sie als Investor bei der Due Diligence nicht nur auf Frequenzlizenzen und Maststandorte achten – sondern auch auf die Software-Strategie und die Partnerschaften mit Cloud-Anbietern. Das ist ein Gesamtpaket, das zusammenspielen muss.

## Zusammenfassung und Ausblick Zum Abschluss möchte ich die wichtigsten Punkte noch einmal bündeln: 5G-Kommunikationsunternehmen stehen vor einer Mammutaufgabe – von der Frequenzauktion über die Mastplanung bis hin zu regulatorischen Risiken und Finanzierungsmodellen. Die Frequenzzuweisung ist keinesfalls eine einfache Verwaltungsangelegenheit, sondern ein strategisches Schlachtfeld, auf dem Fehler teuer werden. Gleichzeitig bieten sich Chancen, etwa durch lokale Frequenzlösungen, Kooperationen mit Neutral Hosts und innovative Finanzierungsstrukturen. Für Investoren gilt daher: Wer den Netzwerkaufbau erfolgreich begleiten will, braucht nicht nur Kapital, sondern auch tiefes Verständnis für die regulatorische Landschaft, die kulturelle Dimension der beteiligten Unternehmen und die technologischen Zukunftsperspektiven.

Meine fast drei Jahrzehnte Erfahrung in der Beratung zeigen, dass die besten Ergebnisse dann entstehen, wenn man Technologie, Recht und Wirtschaft zusammen denkt – und nicht als isolierte Disziplinen. Ich hoffe sehr, dass Ihnen dieser Artikel als Leitfaden für Ihre Investitionsentscheidung dient. Denken Sie daran: Der Aufbau eines 5G-Netzes gleicht einer Marathonveranstaltung, keinem Sprint. Wer die Grundlagen heute richtig legt, wird in fünf Jahren die Früchte ernten. Und wer zu zögerlich ist, verpasst womöglich den Anschluss. Also: Machen Sie Ihre Hausaufgaben, holen Sie sich guten Rat – und dann nichts wie los. ## Zusammenfassende Einschätzung der Compliance/8275.html">Jiaxi Steuerberatung Die Jiaxi Steuerberatung sieht in der Frequenzzuweisung und dem Netzwerkaufbau für 5G-Kommunikationsunternehmen eine der anspruchsvollsten regulatorischen Aufgaben der kommenden Jahre. Unsere Erfahrung zeigt, dass ausländische Investoren häufig die Wechselwirkungen zwischen Frequenzregulierung, Netzbau und steuerlichen Anreizen unterschätzen. Insbesondere die Fördermittel- und Subventionsprogramme in verschiedenen Ländern sind oft höchst lukrativ, aber nur mit fachkundiger Begleitung zugänglich. Wir empfehlen daher jedem Investor, frühzeitig nicht nur juristische, sondern auch steuerliche Expertise einzuholen, um Abschreibungsmodelle und staatliche Vergünstigungen optimal auszuschöpfen. Die zunehmende Bedeutung von Kooperationen und Neutral Hosts erfordert zudem flexible Vertragskonstruktionen – genau dort liegt unser tägliches Arbeitsfeld. Die kommenden Jahre werden spannend, und wir werden die Entwicklungen weiterhin intensiv begleiten.